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Schützen feiern ihr neues Königshaus Am Wochenende war es wieder so weit: Die Schützengesellschaft Zellerfeld von 1539 feierte ihr traditionelles Schützenfest. Stolz war der Zellerfelder Schützenvogt Rolf Köhler, wieder einmal so viele Gäste und befreundete Gesellschaften in der Schützenklause begrüßen zu dürfen. Unter dem Motto „Schützenfest steht für Gemeinschaft und Freundschaft und ist somit ein Symbol für Frieden, Freiheit und Demokratie“. Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, den Zusammenhalt zu fördern, denn hieraus erwächst Stärke und Optimismus für die Zukunft. Egal ob Jung oder Alt, egal welche Herkunft oder Religion, der gegenseitige Respekt untereinander ist die Voraussetzung für ein friedvolles Miteinander. Dies ist das Ziel aller Schützengesellschaften. Rolf Köhler bedankte sich bei allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass die Zellerfelder Schützengesellschaft heute so gut dasteht. Auch galt es zwei Hürden zu überwinden, das Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM und die Landesverbands-meisterschaft in Hannover, welche unsere Pläne durchkreuzt hatten. So mussten wir unser Schützenfest um einen Tag kürzen. Das traditionelle Schießen soll nicht zu kurz kommen, in diesem Fall ist uns das sportliche Schießen aber wichtiger und wir können mit Stolz sagen, dass wir in Hannover 35 Starts haben. Kaberett und Tzscherper Laut Rolf Köhler stand das Schützenfest in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinschaft und Freundschaft“ und sei somit ein Symbol für Frieden, Freiheit und Demokratie. „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, den Zusammenhalt zu fördern“, sagte Köhler. Beim anschließenden Tzscherpermahl überzeugte laut dem Schützenvogt wieder einmal der Exil-Oberharzer Dr. Matthias Schlicht mit seinem Talent als Kabarettist. Schlicht hätte es geschafft, die Gäste mit seiner Wortakrobatik und Mimik in seinen Bann zu ziehen. Mit pointenreichen Texten voller intelligenter Ironie nahm er sein Publikum mit, welches ihn mit einem langen Applaus belohnte. Laut Köhler war das „erneut ein Highlight in der Zellerfelder Kommersgeschichte“. Sieben Bundeskönige Einen Tag später folgte der Schützenfestsamstag mit dem 34. Bundesschießen. Am Nachmittag hatten sich dazu Schützen aus dem Kreisverband des Oberharzer Schützenbundes in der Klause eingefunden, um die Bundeskönige der verschiedenen Altersklassen zu finden. Insgesamt sieben Bundeskönigstitel und den Pokal des Präsidenten konnte der Präsident des Oberharzer Schützenbundes, Harmut Wawrzinek, schließlich vergeben. Neue Würdenträger Das Bundesschießen des Oberharzer Schützenbundes habe laut Köhler eine langjährige Tradition, sei in den früheren Jahrzehnten jedoch vielbedeutender gewesen, als in der heutigen Zeit. Der Oberharzer Schützenbund trägt das Bundesschießen immer im zweijährigen Rhythmus aus. Das Interesse der Oberharzer Schützengesellschaften sei laut Köhler jedoch nur noch gering oder gar nicht vorhanden. Köhler befürchtet, dass solche Traditions-Veranstaltungen kaum noch gewünscht seien. Samstagabend hingegen, berichtete Köhler, stieg die Spannung in der Schützenklause, denn es wurden die Würdenträger für das Jahr 2024 proklamiert. Für den einen oder anderen seien die Ergebnisse überraschend gewesen, da die Schützen im laufenden Sportjahr laut Köhler sehr starke Konkurrenz erfahren hätten. Doch die Schützen hatten in vielen Trainingseinheiten an ihrer Technik gearbeitet. Und dann gab es noch eine Überraschung: Ein neuer Königstitel als König oder Königin der Inklusion wurde erstmalig in der Geschichte der Gesellschaft vergeben. Die erste Königin beim Blinden-Schießen wurde in diesem Jahr Gudrun Gries. |
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