90-Schuss LuftGewehr-Auflage

Ein neuer Rekord mit 960,3 = Schnitt 10,67 = 88 Innenzehner

Schützengesellschaft Zellerfeld lädt zum Schießmarathon

Die drei Erstplatzierten treffen jedes Mal die Zehn.

Die Disziplin „Luftgewehr Auflage“ umfasst laut Regelwerk der Sportschützen 30 Schüsse. Die Schützengesellschaft Zellerfeld bietet seit acht Jahren die Herausforderung, dieses Programm zu verdreifachen: 90-Schuss-Luftgewehr-Auflage, ein Event, das in der Szene selten ist und zu dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch von weither anreisen. Am Sonntag war es wieder so weit – und die Ergebnisse waren beeindruckend.

92 Teilnehmer. Die Anmeldungen für dieses Event waren so zahlreich, dass bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb Teilnehmer vorschießen mussten. Unter den insgesamt 92 Schützinnen und Schützen– es waren auch zwei Schützen aus Osterwieck gekommen, andere von der SGi Giebichenstein, SGi Eggersdorf und der SG Emersleben, in der Nähe von Halle – waren 30 Neulinge, die zum ersten Mal in Zellerfeld aktiv waren. Schützenvogt Rolf Köhler freute sich, so viele Schießverrückte begrüßen zu können. Dies war von ihm natürlich im positiven Sinne gemeint, denn es erfordert für die Schützen schon eine ganze Menge Stehvermögen und Konzentration, um drei reguläre Sätze hintereinander zu schießen.

Aus insgesamt 25 Schützenvereinen im Umkreis von in der Regel 80 Kilometern waren die Teilnehmer angereist, um an diesem Event teilzunehmen. Aber manche hatten auch Wege von 160 Kilometern in Kauf genommen. Sieger waren laut Köhler im Grunde genommen alle Anwesenden, aber es galt natürlich auch, außergewöhnliche Schießleistungen zu würdigen.

So konnte der Zellerfelder Schützenvogt als Sieger des 90-Schussprogramms Gabriele Scheffel von der SG Zellerfeld verkünden. Gabriele stellte einen neuen Rekord mit 960,3 Ringen auf. Bei ihr war jeder der 90 Schüsse eine Zehn. Zweiter – ebenfalls mit 90 Zehnen – war Volker Urbainczyk mit 955,9 Ringen und auf dem dritten Platz landete Hans-Otto Burmester von der SG Zellerfeld mit 955,0, auch er mit einem Ergebnis von 900 nach traditioneller Ringwertung.

Das Niveau dieser Veranstaltung war laut Köhler sehr hoch, nicht nur bei den fünf Platzierten, die über 950 Ringe geschossen hatten. Mindestens 940,7 Ringe musste man schießen, um neben der Urkunde auch ein Preisgeld zu erhalten. 81 weitere Teilnehmer erreichten Ergebnisse von mehr als 900 Ringen (in Zehntelwertung). Als besonderes Schmankerl gab es für die besten Zehn einen Geldbetrag. Dieser Glücksschuss gelang Michael Kloth (SC Göttingen) mit einem Teiler von 0,0. Aus den Reihen der Teilnehmer war zu hören, dass man sich bereits auf das nächste Schießevent im Herbst in Zellerfeld freut, wenn die 60-Schuss-Programme auf dem Terminplan stehen – ein gutes Training vor Beginn der Ligawettkämpfe. Dann sind auch das Team der Schießmeister und der Webmaster wieder am Start, die für Auswertung und Urkunden Verantwortung zeichnen.

Und freuen konnten sich die Teilnehmer auch wieder über die gute Verköstigung im Zellerfelder Schützenhaus. Die Schützenschwestern verstehen es immer wieder, alle und jeden Teilnehmer zu bewirten, als wären sie zu Hause. Sind, wer schon so früh (08.00 Uhr) unterwegs ist, wird schon mit Frühstück begrüßt, über einen kleinen Mittagssnack und das berühmte Kuchenbüfett verköstigt, für das sich Schützenvogt Köhler bei seinen fleißigen Helferinnen und Helfern bedankte.
 


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