|
Schützengesellschaft
Zellerfeld lädt zum Schießmarathon
Die drei Erstplatzierten treffen jedes Mal die Zehn.
Die Disziplin „Luftgewehr Auflage“ umfasst laut
Regelwerk der Sportschützen 30 Schüsse. Die Schützengesellschaft Zellerfeld
bietet seit acht Jahren die Herausforderung, dieses Programm zu verdreifachen:
90-Schuss-Luftgewehr-Auflage, ein Event, das in der Szene selten ist und zu dem
die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch von weither anreisen. Am Sonntag war es
wieder so weit – und die Ergebnisse waren beeindruckend.
92 Teilnehmer. Die Anmeldungen für dieses Event waren
so zahlreich, dass bereits zwei Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb Teilnehmer
vorschießen mussten. Unter den insgesamt 92 Schützinnen und Schützen– es waren
auch zwei Schützen aus Osterwieck gekommen, andere von der SGi Giebichenstein,
SGi Eggersdorf und der SG Emersleben, in der Nähe von Halle – waren 30
Neulinge, die zum ersten Mal in Zellerfeld aktiv waren. Schützenvogt Rolf
Köhler freute sich, so viele Schießverrückte begrüßen zu können. Dies war von
ihm natürlich im positiven Sinne gemeint, denn es erfordert für die Schützen
schon eine ganze Menge Stehvermögen und Konzentration, um drei reguläre Sätze
hintereinander zu schießen.
Aus insgesamt 25 Schützenvereinen im Umkreis von in
der Regel 80 Kilometern waren die Teilnehmer angereist, um an diesem Event
teilzunehmen. Aber manche hatten auch Wege von 160 Kilometern in Kauf genommen.
Sieger waren laut Köhler im Grunde genommen alle Anwesenden, aber es galt
natürlich auch, außergewöhnliche Schießleistungen zu würdigen.
So konnte der Zellerfelder Schützenvogt als Sieger des
90-Schussprogramms Gabriele Scheffel von der SG Zellerfeld verkünden. Gabriele
stellte einen neuen Rekord mit 960,3 Ringen auf. Bei ihr war jeder der 90
Schüsse eine Zehn. Zweiter – ebenfalls mit 90 Zehnen – war Volker Urbainczyk mit
955,9 Ringen und auf dem dritten Platz landete Hans-Otto Burmester von der SG
Zellerfeld mit 955,0, auch er mit einem Ergebnis von 900 nach traditioneller
Ringwertung.
Das Niveau dieser Veranstaltung war laut Köhler sehr
hoch, nicht nur bei den fünf Platzierten, die über 950 Ringe geschossen hatten.
Mindestens 940,7 Ringe musste man schießen, um neben der Urkunde auch ein
Preisgeld zu erhalten. 81 weitere Teilnehmer erreichten Ergebnisse von mehr als
900 Ringen (in Zehntelwertung). Als besonderes Schmankerl gab es für die besten
Zehn einen Geldbetrag. Dieser Glücksschuss gelang Michael Kloth (SC Göttingen)
mit einem Teiler von 0,0. Aus den Reihen der Teilnehmer war zu hören, dass man
sich bereits auf das nächste Schießevent im Herbst in Zellerfeld freut, wenn
die 60-Schuss-Programme auf dem Terminplan stehen – ein gutes Training vor
Beginn der Ligawettkämpfe. Dann sind auch das Team der Schießmeister und der
Webmaster wieder am Start, die für Auswertung und Urkunden Verantwortung
zeichnen.
Und freuen konnten sich die Teilnehmer
auch wieder über die gute Verköstigung im Zellerfelder Schützenhaus. Die
Schützenschwestern verstehen es immer wieder, alle und jeden Teilnehmer zu bewirten,
als wären sie zu Hause. Sind, wer schon so früh (08.00 Uhr) unterwegs ist, wird
schon mit Frühstück begrüßt, über einen kleinen Mittagssnack und das berühmte
Kuchenbüfett verköstigt, für das sich Schützenvogt Köhler bei seinen fleißigen
Helferinnen und Helfern bedankte.
|